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die Mühle Fortuna mit Kuhweide Reethaus am Osterweg Wappen von Struckum ein älterer Hofe am Fehsholmer Weg in der Abendsonne Badestelle Lüttmoorsiel

Informationen über „Struckum” - ein Angebot der  FeWo Vergissmeinnicht

Geschichtliches über Struckum

Nordfriesland, zwischen den Flüssen Eider und Wiedau gelegen, wurde etwa im achten Jahrhundert von den Friesen besiedelt. Die Ansiedlung Struckum wurde erstmals 1352 urkundlich erwähnt. Damals noch unter dem Namen „Strückem”. In den folgenden Jahren gab es dann verschiedene Benennungen des Ortes. Im Jahre 1407 zum Beispiel „Struckim”, im Jahre 1463 „Struckuen” und erst viel später mit den heutigen Namen Struckum.

Der Name Struckum oder Strückem leitet sich her aus der damaligen Bezeichnung für Sträucher und Gebüsche, die „Strucken” (Blätter, Sträucher) oder „Strück” (Gebüsch) genannt wurden. Diese waren offensichtlich auch schon zu der damaligen Zeit für diese Gegend und diesen Ort sehr typisch, so dass sie in Form dreier Dornbuschblätter auf dem Wappen von Struckum Berücksichtigung fanden. Auf sehr alten Karten und Skizzen von Nordfriesland kann man erkennen, dass die Nordsee bis an Struckum heranreichte. Folgt man einer der Stichstraßen vom Westerweg aus in die Marsch, so ist dort ein leichtes Gefälle zu spüren, welches in etwa dem damaligen Uferbereich entspricht. Um sich vor Überflutungen zu schützen, rangen die Gemeinden auf der Geestkante im Laufe der Jahre der Nordsee durch Eindeichungen und Trockenlegung große Flächen ab. Etwa um 1500 erfolgte die Bedeichung des Breklumer und des Wallsbüller Kooges. Teile dieser Köge bilden heute den Marsch-Anteil des Gemeindegebietes, das sich im Westen bis zum Café Diekshörn und der ältesten Deichlinie hinzieht.

Auf dem Weg von Struckum zur Nordsee quert man heute drei alte Deichlinien, wobei die beiden ortsnahen keine Schutzfunktion mehr haben. Dem alten Deich am Beltringharder Koog kommt dagegen auch heute noch eine sekundäre Funktion im Schutz gegen Sturmfluten zu. Hat man diesen überquert, sieht man am Ende einer schmalen Straße durch das Vogelschutzgebiet bereits den Seedeich. Dahinter beginnt das Wattenmeer und hier liegt auch Struckums Zugang zur Nordsee, die Struckumer Badestelle Lüttmoorsiel.

Historisches Foto Dreesprung

Die Gemeinde Struckum setzt sich heute aus drei Ortsteilen zusammen: Fehsholm, Struckum und Wallsbüll. Wie man der historischen Begründung des Struckumer Wappens aus der Kommunalen Wappenrolle Schleswig-Holstein entnehmen kann, entstand der Name Wallsbüll im Jahre 1417 aus „Valsbul”, woraus im 16. Jahrhundert — abgeleitet aus dem männlichen Namen Wallo oder Walle — dann Walßbüll wurde. Der nördliche Ortsteil Fehsholm, in dem der Dreesprung und die Ferienwohnung Vergissmeinnicht liegen — das Foto rechts zeigt eine sehr frühe Aufnahme des Gebäudes — ist der jüngste Ortsteil und erschien erstmals im Jahre 1649 als „Fehshoulm” in der Chronik. Das heutige Struckum, zu dem sich die Orte Wallsbüll und Fehsholm mit Struckum im 19. Jahrhundert zusammenschlossen, besitzt keine eigene Kirche und gehört daher zum Kirchspiel Breklum.

Auf den Seiten der Ferienwohnung sind in der Rubrik „Bilder” noch weitere historische Fotos des Gebäudes Dreesprung 2 zu sehen. Und wie die neueren Aufnahmen dort zeigen, sind auf dem 16,4 ar großen Grundstück auch heute noch Struckum-typisch sehr viele Strucken und Strück.smiley

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Die Herkunft und Historie  des Namens Struckum

Die Struckumer Chronik

Wer mehr über die vor allem jüngere Geschichte des Ortes erfahren möchte, dem sei die Struckumer Chronik empfohlen. Am 24. Juni 2010 wurde die Chronik im „Landgasthof Struckum” anlässlich einer Bürger­versammlung der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit viel Feingefühl, Akribie und Lokalkolorit spannt die 455-seitige Chronik einen geschichtlichen Bogen von der ersten Erwähnung 1352 bis in die Gegenwart. Dabei werden sowohl die Politik, die Wirtschaft sowie die Menschen in und aus Struckum ausführlich behandelt. Ein ganz breiter Fokus fällt dabei auf das Gemeinschaftsleben der heute etwa 1000 Einwohner zählenden Gemeinde. Es sind auch die vielen netten Details, die das Werk nicht nur als eine Faktensammlung sondern auch als spannende, unterhaltsame Lektüre interessant machen - auch für Buten-Struckumer.

Wer die Struckumer Chronik erwerben möchte, kann dies unter anderem an folgenden Verkaufsstellen tun:

  • Gaststätte Deichshörn im Breklumer Koog
  • Land & Freizeit Markt Struckum
  • bft Tankstelle an der Hauptstraße in Struckum

Ansicht Struckumer Chronik

Derzeit gibt es möglicherweise Aktivitäten für eine neue, aktualisierte Chronik. Da sich in den letzten Jahren viel verändert hat, wäre das zu begrüßen. Warten wir es ab.

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